Eingewöhnungszeit bei einer neuen Brille

Eingewöhnungszeit bei einer neuen Brille

Wer zum ersten Mal eine Brille trägt oder neue Korrekturgläser erhält muss sich erst einmal an sie gewöhnen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Sicht auf den ersten Eindruck vorläufig verzerrt ist. Was aber, wenn der Durchblick dauerhaft beeinträchtigt bleibt? 

Die Ursachen hierfür können verschieden sein. Nicht nur die Stärkenänderung sondern auch eine andere Form, Größe, Sitz, Vorneigung und Glasart bringt eine Änderung mit sich. Erfahren Sie jetzt, wie Sie sich gut an die neue Brille gewöhnen.

1. Stärke: War die alte Brille zu schwach oder zu stark?

In diesem Fall war das Augensystem entweder über- oder unterkorrigiert und das Auge musste den dadurch entstandenen Sehfehler eigenständig ausgleichen. Fällt diese „Anstrengung“ auf einmal weg (durch das Tragen der richtigen Brillenwerte) braucht das Auge ein bisschen Zeit um sich zu entspannen. Das Auge ist noch an den Ausgleich gewöhnt und braucht Zeit um die richtige Stärke zulassen zu können.

Bei geringen Veränderungen von Sphäre und Cylinder kommt es im Regelfall nicht zu langen Eingewöhnungszeiten. Wenn ja, liegt die Ursache oft am Material oder an der Fassung, aber nicht an den Werten.

 

2. Fassungsform und Größe

  • Wenn die Fassung größer als die alte Brille ist: 
Bei einer größeren Fassung wird das Blickfeld größer – das ist in erster Linie sehr positiv. Da es in einem Glas nur einen optischen Mittelpunkt gibt und der an die Pupillenmitte angepasst sein sollte, ergeben sich durch ein größeres Glas auch mehr Randunschärfen. Die Unschärfen können am Anfang irritieren.
    Aber Gottseidank ist unser Gehirn so raffiniert, dass es die Unschärfen nach einer gewissen Zeit ausblendet. Das Gehirn „unterdrückt“ die Randunschärfen so, dass man diese nicht mehr so stark wahrnimmt. Dennoch können sie sich bei einem schnellen Seitenblick immer mal wieder bemerkbar machen.

 

  • Auch das gehört zur Eingewöhnung: Wie sehe ich mit der neuen Brille aus?Bei einer größeren Fassung sind kurzsichtige Augen stärker verkleinert und weitsichtige Auge vergrößert. Regel: Je kleiner die Fassung um so weniger verändert sie die Augenpartie durch das Brillenglas.

 

  • Wenn die Fassung kleiner als die alte Brille ist: Das Blickfeld ist kleiner als mit der alten Brille, das wirkt irritierend. Das positive dabei ist, dass Randunschärfen reduziert sind. Jedoch sollten Sie üben, bei Blickbewegungen den Kopf mitzunehmen und nicht nur Augenbewegungen zu machen. Auch in gewissen Entfernungen sollten Sie darauf achten, dass Sie immer durch die Brille schauen und nicht unten drunter, z.B. beim Benutzen eines Handys etc.

 

3. Sitz

Hat sich der Sitz der Brille im Vergleich zur alten Brille stark geändert kommt es zu einer neuen Raumwahrnehmung. Mit dem veränderten Sitz verändert sich die Bildgröße. Es hängt von der Stärke ab, ob diese Veränderung wahrgenommen wird oder nicht – das lässt sich pauschal nicht sagen.

Wichtig ist, dass die neue Brille in Anbetracht der getragenen Brille angefertigt wird. So kann man auf die Besonderheiten wie Vorneigung, Zentrierung und Durchblickspunkt der Vorbrille eingehen.

  • Durch einen anderen Sitz fühlt sich die neue Brille auch anders an: Leichter schwerer, enger, andere Nasenauflage? Alles kommt einem erstmal komisch vor, man gewöhnt sich aber mit der Zeit daran
  • Eine Brille muss oft nach einer gewissen Tragezeit nochmals eingestellt werden, Druckstellen oder ein Lockerheitsgefühl merkt man oft erst nach einer Zeit!

 

4. Glasmaterial

Wie wir bereits in unserem Artikel „Welcher Glastyp ist für mich geeignet?“ beschrieben haben, gibt es unterschiedliche Brillengläser. Die meisten haben eine unterschiedliche Abbildungsqualität, an die man sich kurz gewöhnen muss, wenn man den Glastypen wechselt.

Die meisten Brillen werden täglich getragen. Selbstverständlich braucht unser Gehirn ein bisschen Zeit, wenn ein täglich getragenes System ausgewechselt wird. In der Regel fühlt man sich bereits nach ein paar Tagen sicher mit der neuen Brille. In besonderen Fällen oder bei Gleitsichtbrillen kann es sogar zu einer längeren Gewöhnungszeit führen. Die meisten Menschen kommen nach zwei bis drei Monaten gut mit ihrer Brille zurecht. Sollten Sie danach immer noch Probleme haben, ist es wichtig nochmal mit deinem Augenoptiker oder Optometristen über diese zu sprechen:

Jedes Glas hat bei GRONDE sehen & hören hat eine Verträglichkeitsgarantie, da es immer mal wieder vorkommt dass man mit einem Produkt kommt!

 

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