Optik Gronde im FOCUS-Interview: Mit Feingefühl und Sachverstand

Optik Gronde im FOCUS-Interview: Mit Feingefühl und Sachverstand

Optometrie auf dem Vormarsch

Die Zukunft der Augenoptik liege in den optometrischen Dienstleistungen, so eine häufige Meinung der Branche. Ein hohes Ziel, welches sich trotz umfangreicher Weiterbildungsangebote nicht so leicht umsetzen lässt. Ein fundiertes Fachwissen, das Arbeiten innerhalb gesetzter Grenzen und moderne Technik machen es trotzdem möglich. Lena Gronde und das Team von Gronde Optik in Augsburg haben eine Möglichkeit Gefunden. Im FOCUS-Intervies erfahren Sie mehr über ihre tägliche Arbeit und wie sie mit der Installation eines Gerätes ihren Alltag vereinfachen möchte. Doch zunächst wollten wir etwas über Lena Gronde erfahren und warum Optometrie so einen wichtigen Stellenwert für sie einnimmt. Von Sarah Schmidt

Gronde: Ich bin Optometristin und Augenoptikerin und habe an der Beutch Hochschule in Berlin meinen Master gemacht. In meiner Masterarbeit beschäftigte ich mich mit der Kinderoptometrie, ein Spezialgebiet bei dem ein umfassendes Screening unerlässlich ist. Daher war es mir auch im späteren Geschäftsalltag besonders wichtig ein intensives Screening an jedem Kunden durchzuführen. Unser Geschäft wurde 1971 von meinem Vater Clemens Gronde gegründet. Schon immer stand für ihn der Kunde im Mittelpunkt und die Devise seiner Arbeit lautete immer „Hohe Qualität, individuelle Beratung, bester Service und alles zum guten Preis.“ Heute führen wir unsere acht Geschäfte mit insgesamt 70 Mitarbeitern gemeinsam.

FOCUS: Wie wird in ihrem Geschäft gearbeitet? Verfolgen Sie eine bestimmte Philosophie?
Gronde:
Ja, grundsätzlich hat jedes Geschäft seinen Schwerpunkt. In manchen Filialen steht die Anpassung spezieller Kontaktlinsen oder vergrößernder Sehhilfen im Vordergrund und in vier Filialen haben wir zusätzlich zur Augenoptik auch die Hörakustik installiert. Wir versuchen unseren Kunden immer das gesamte Spektrum anzubieten, unabhängig vom Geldbeutel. Ein umfassendes Screening gehört aber in jedem Geschäft zu unserem Standard.

FOCUS: Was war Ihre Intention, die Funduskamera Retinalyze anzuschaffen?
Gronde: Zu unserem normalen Screening gehört automatisch die Messung mit dem DNEye Scanner, die Messung des Augeninnendrucks, das Betrachten des vorderen Augenabschnittes und des Kammerwinkels, eine Pachymetrie und das Zeigen des Amsler Gitters. Einige erfahrene und ausgebildete Mitarbeiter führen auch eine Ophthalmoskopie durch. Die Anschaffiung von Retinalyze war für mich also die logische Konsequenz für die Umsetzung unserer Arbeitsauffasssung. Das Gerät vereinfacht unseren Alltag und gibt uns zusätzliche Sicherheit, da es binnen 30 Sekunden einen Befund in Bezug auf diabetische Retinopathie und AMD gibt.

FOCUS: Wie ist das Gerät in Ihren Arbeitsablauf integriert? Wie arbeiten Sie damit?Gronde: Zuerst einmal ist es ein Prozess ein solches Gerät in den Alltag zu integrieren, da wir damit ein sensibles Thema anschneiden. Das beginnt zwar beim Bedienen des Gerätes und dem Auswerten der Bilder, viel wichtiger ist allerdings die Kommunikation. Wir haben 70 Mitarbeiter und natürlich haben nicht alle einen Meistertitel oder ein abgeschlossenes Studium, um die jeweilige Situation richtig einzuschätzen. Deshalb war es wohl die größte Herausforderung, allen Mitarbeitern das nötige Feingefühl in der Kundenkommunikation zu vermitteln, damit es später keinen Ärger gibt. Im Moment arbeiten die Augenoptikermeister in einer Filiale zusätzlich zur Ophthalmoskopie mit Retinalyze. Gerade sind wir dabei dies auch in zwei weiteren Geschäften zu installieren. Trotz all der Technik sind für uns immer die Fähigkeiten und das Wissen unserer Mitarbeiter am wichtigsten. Deshalb bemühen wir uns durch interne und externe Schulungen immer auf dem neuesten Stand zu sein.

FOCUS: Wie ist der Ablauf, falls eine krankhafte Veränderung auffällt?
Gronde: Natürlich entdecken wir häufig Veränderungen, da heißt es dann erst einmal Ruhe bewahren und genau hinschauen. In so einem Fall dokumentieren wir alle Testergebnisse sehr genau und leiten sie an den jeweiligen Augenarzt weiter. Durch diese verantwortungsvolle Vorgehensweise ist auch die enge Zusammenarbeit mit dem Augenarzt problemlos. Die Ärzte wissen, dass wir unsere Grenzen kennen und innerhalb dieser arbeiten. Wir tragen im Grunde die optischen Daten zusammen, die der Arzt für die Diagnose benötigt. Das spart natürlich Zeit und der Kunde fühlt sich gut aufgehoben. Dank der Speicherfunktion können wir auch längerfristig den Verlauf einer Erkrankung begleiten und dokumentieren. Rückblickend können wir sagen, dass die Kooperation mit den Augenärzten immer einfacher wurde.

FOCUS: Was sagen Ihre Kunden zur neuen Funduskamera?
Gronde: Unsere Kunden sind begeistert. Natürlich kannten viele unseren Service und die Screening-Teste, aber die eigene Netzhaut als echtes Bild zu sehen, ist für viele dann schon etwas Besonderes. Die Funduskamera hat natürlich einen Effekt und man kann den Kunden das Sehen besser erklären, dass hilft natürlich auch im Verkauf. Mittlerweile kommen immer mehr Kunden eigens für die Untersuchung der Augen und nicht unbedingt wegen einer Brille. Das hat uns auch dazu bewogen eine eigene Preisliste auszuarbeiten, in der wir verschiedene Dienstleistungen unabhängig vom Brillenkauf anbieten.

FOCUS: Haben Sie das Gerät auch deshalb angeschafft, um sich von den Mitbewerbern abzuheben?
Gronde: Nein. In Augsburg gibt es noch mehrere Augenoptiker, die ähnliche Dienstleistungen anbieten und die das wirklich sehr gut machen. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, um der Arbeit aus Augenoptiker/Optometrist in der heutigen Zeit gerecht zu werden, meine eigenen Prinzipien zu vertreten und unseren Kunden zu besserem Sehen zu verhelfen.

FOCUS: Vielen Dank für das Gespräch.

Hier geht`s zum FOCUS-Artikel.

 

 

 

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Newsletter abonnieren

Mit dem Optik Gronde Newsletter informieren wir Sie per E-Mail über unsere aktuellen Angebote und Aktionen, sowie exklusive Services und Tipps rund um Sehen & Hören.

Zum Newsletter anmelden