Optik Mythen – Was stimmt und was stimmt nicht?

Optik Mythen - Was stimmt und was stimmt nicht?

Ein Blick in die Fußgänger zeig, um unser Augenlicht scheint es nicht zum besten zu stehen. Im Vergleich zu früher sehen wir jede Menge Brillenträger. Mehr als 40 Millionen Deutsche tragen eine Brille, das sind fast zwei Drittel aller Menschen in Deutschland (64 Prozent).

Werden unsere Augen etwa immer schlechter?

Es stimmt, dass die Fehlsichtigkeit zunimmt. Einerseits wird sich sicherlich häufiger entdeckt als früher. Zum anderen gibt es bei manchen Menschen eine genetische Veranlagung, die bei der langen Fokussierung auf Nahobjekte, wie Lesen oder Arbeiten am Computer, die Fehlsichtigkeit begünstigt.

Es kursieren zahlreiche Mythen um die Gesundheit der Augen, die uns schon von unseren Eltern gepredigt wurden. Aber was stimmt wirklich – und was nicht? Optik Gronde klärt auf!

Die bekannten Optik Mythen

Mythos Nr. 1: Lesen im Dunkeln schadet den Augen

Unsere Eltern haben uns davor gewarnt: Das Lesen unter der Bettdecke ist schlecht für die Augen! Tatsächlich ist es anstrengend für den Sehnerv, kleine Buchstaben im Dunkeln zu lesen, aber ein Grund zur Sorge ist es allerdings nicht. Die Augen erholen sich sehr schnell vom kurzen Lesen in der Dunkelheit und es kommt keinesfalls zum Verlust der Sehkraft. Was wichtig ist, ist das Nahsehen. Es gibt Studien, die gezeigt haben, dass bei einigen Menschen mit genetischer Veranlagung das dauerhafte Nahsehen zu einer sogenannten Myopisierung führt, d.h. zur Entwicklung einer Kurzsichtigkeit.

Fast jeder dritte Deutsche ist kurzsichtig. Das heißt, das Nahsehen funktioniert gut, aber in der Ferne sehen diese Menschen nur noch unscharf. Kurzsichtigkeit kann entstehen wenn in der Kindheit und Jugend der Augenapfel zu lang wächst. Das führt dazu, dass der Augapfel seine kugelige Form verliert und das Weitbild auf der Netzhaut unscharf erscheint. Ständiges und langandauerndes Nahsehen kann den Augapfel anregen in die Länge zu wachsen. Und viele Deutsche sitzen am Tag allein mindestens 6 Stunden vor dem Bildschirm. Regelmäßiges in die Ferne blicken und freies aktiv sein kann aber helfen die Kurzsichtigkeit vorzubeugen. Wichtig sind regelmäßige Pausen und das Blicken in die Ferne bei der Bildschirmarbeit. Hier finden Sie hilfreiche Augenübungen, die während den Pausen machen können um ihre Augen wieder zu entspannen.

Mythos Nr. 2: Die Sehkraft verringert sich durch das Sitzen vorm TV, PC oder Tablet

Der geringe, immer gleich bleibende Abstand beim Arbeiten am Bildschirm oder Fernsehschauen ermüdet zwar die Augen, aber das hat wenig mit den technischen Geräten zu tun. Ähnlich wie beim Lesen vergessen wir beim Blick auf dem Bildschirm das Blinzeln dabei werden die Augen schneller trocken. Das führt manchmal zum erröten und schmerzen der Augen. Das ist zwar unangenehm, aber es hat keinen Einfluss auf die Sehstärke. Nicht der Bildschirm oder das Lesen der Buchstaben ist schädlich für die Augen, sondern das dauerhafte Nahsehen.

Mythos Nr. 3: Durch das Tragen einer Brille werden die Augen schlechter

Eine Brille hat keinen Einfluss auf die Veränderung des Sehvermögens. Die Augen werden weder besser noch schlechter. Es verändert sich auch nichts an der Sehkraft, wenn man keine Brille oder die falschen Korrektionswerte trägt. Nur bei Kindern ist es sehr wichtig, dass sie bei einer Fehlsichtigkeit eine Brille mit den richtigen Werten tragen, da diese hilft, die Sehleistung vollständig zu entwickeln.

Mythos Nr. 4: Der Verzehr von Karotten stärkt die Sehkraft

Karotten enthalten viel Vitamin A, dessen Mangel zur Nachtblindheit, Austrocknung der Hornhaut und sogar deren Einschmelzung führen kann. Bei einer gesunden Lebensweise mit viel Gemüse nimmt man automatisch ausreichend Vitamin A ein. Nur ein andauernder Mangel an Vitamin A würde zu Sehproblemen führen. Das bedeutet aber nicht umgekehrt, dass bei einem übermäßigen Karrotten-Konsum sich das Sehvermögen verbessert.

Mythos Nr. 5: Augentraining verhindert Weitsichtigkeit im Alter

Im Alter verändert sich die Augenlinse und es kommt zu einer Weitsichtigkeit. Beim Sehen in der Nähe wölbt sich normalerweise die Linse mit Hilfe eines Muskels im Auge. Daher folgt die Vermutung, dass der Muskel genug trainiert werden kann um die Weitsichtigkeit zu verhindern. Die Alterssichtigkeit ist jedoch keine Fehlfunktion des Augenmuskels, sondern die Linse verliert an Elastizität. Die Linse kann sich nicht mehr auf die Nähe einstellen. Das ist ein natürlicher Alterungsprozess, der auch leider nicht wegtrainiert werden kann.

Sie haben Fragen zum Thema Augen und Optometrie? Oder möchten Sie einen ausführlichen Augen-Check machen? Kommen Sie bei uns vorbei, wir beraten Sie gerne!

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