Die 8 häufigsten Fehler im Umgang mit Kontaktlinsen

Die 8 häufigsten Fehler im Umgang mit Kontaktlinsen
Kontaktlinsen sind so gut wie unsichtbar, beschlagen nie, stören nicht beim Sport und sind mit den coolsten Sonnenbrillen kombinierbar. Trotzdem tragen in Deutschland nur rund 3,5 Mio Menschen ab 16 Jahren Kontaktlinsen. Das ist im europaweiten Vergleich bezogen auf die Einwohnerzahl eher wenig.
Die Deutschen sind Kontaktlinsen-Muffel, vielleicht, weil wir immer wieder aus dem Bekanntenkreis von Problemen mit Kontaktlinsen hören? Das ist kein Wunder, denn im Umgang mit diesen praktischen Helfern gibt es viele falsche und zum Teil auch gesundheitsschädliche Angewohnheiten.

Damit Sie lange Freude an Ihren Kontaktlinsen haben, tun Sie dies bitte nicht:

1. Kontaktlinsen irgendwo kaufen ohne Sehtest beim Augenoptiker

Da ist sich das ganze Internet einig: Wer zum ersten Mal Kontaktlinsen kaufen will, MUSS zum Augenoptiker oder Kontaktlinsen-Spezialisten. Der ermittelt in einer gründlichen Augenmessung Ihre Sehstärke und zwar für jedes Auge. Nur selten ist die Sehleistung beider Augen gleich, und wenn Sie einfach Linsen mit einer geschätzten Sehstärke kaufen, sehen Sie bestenfalls auf einem Auge gut.
Der Augenoptiker hilft bei der Wahl der richtigen Kontaktlinsen – harte oder weiche, Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahreslinsen? Er berät zur richtigen Pflege und übt das Ein- und Aussetzen mit Ihnen.

Die Messwerte werden dann in einen Kontaktlinsenpass übertragen, mit dem Sie Ihre Kontaktlinsen einfach online nachbestellen könnten. Aber sicher halten Sie Ihrem Optiker die Treue – bei der guten Beratung!

2. Augen nicht regelmäßig checken lassen

Einmal im Jahr sollte Ihr Augenoptiker oder Kontaktlinsen-Spezialist Ihre Sehstärke und den Sitz Ihrer Linsen überprüfen. Ihre Sehstärke kann sich ändern und auch der Tränenfilm, der ganz entscheidend ist für den Tragekomfort Ihrer Linsen. Außerdem erkennt Ihr Optiker auch die ersten Anzeichen einer Infektion oder sonstige Unverträglichkeiten.

3. Wasser auf die Kontaktlinsen

Egal, ob Badewanne, Pool oder Baggersee – jede Art von Wasser hat auf Ihren Kontaktlinsen nichts verloren. Wasser enthält Chlor, Keime oder Kalk, die sich auf den Kontaktlinsen festsetzen und die Augen schädigen können, manche Bakterien können sogar zur Erblindung führen. Sie können mit Ihren Kontaktlinsen schwimmen, sollten dann aber unbedingt eine Schwimmbrille tragen. Weil aber die wenigsten Schwimmbrillen ganz dicht sind, ist es besser, zum Schwimmen Tageslinsen zu tragen und diese sofort anschließend entsorgen.

Natürlich können Sie mit Ihren Kontaktlinsen duschen oder sich das Gesicht waschen. Aber bitte die Augen geschlossen halten. Wenn Wasser auf die Linse kommt, sofort rausnehmen und mit dem Pflegemittel reinigen – nicht mit Wasser! Bitte niemals die Kontaktlinsen über Nacht in Wasser legen, weil das Pflegemittel ausgegangen ist. Auch auf Reisen ist ein kleines Pflege-Set Pflicht für Kontaktlinsenträger.

Übrigens, Speichel ist Gift für Ihre Kontaktlinsen. Wir haben jede Menge Keime im Mund, die dort gar nicht stören, aber in den Augen Infektionen auslösen können. Also keine Fremdkörper mit Speichel von der Linse entfernen oder gar die Linse in den Mund stecken.

4. Die Notfall-Brille vergessen

Ja, Sie tragen Kontaktlinsen, weil Sie keine Brille wollen. Aber es kann immer wieder zu Situationen kommen, in denen die Kontaktlinsen schnell rausgenommen werden müssen: Vielleicht ist die klimatisierte Luft im Büro zu trocken, oder eine Wimper gerät unter die Linse, die Augen jucken oder tränen… – dann MUSS die Linse raus: Deshalb sollten Sie immer ein kleines Notfall-Set dabeihaben mit Brille, Kontaktlinsenbehälter und Mini-Reinigungslösung.

5. Bei der Pflege der Kontaktlinsen nachlässig sein

Monatslinsen oder Jahreslinsen müssen jeden Abend rausgenommen, gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Das Pflegemittel muss immer frisch sein, also nicht das von gestern nehmen. Ein sauberer Kontaktlinsenbehälter ist dabei genauso wichtig, wie das Säubern und Desinfizieren der Linsen. Er sollte einmal wöchentlich mit Wasser, milder Seifenlauge oder Kochsalzlösung gespült und desinfiziert werden und – ganz wichtig: täglich luft-trocknen. Denn Keime lieben Feuchtigkeit, und wir wollen es ihnen nicht zu kuschlig machen. Ca. alle 4-6 Wochen sollte man den Kontaktlinsenbehälter komplett austauschen. Wichtig bei alldem:
Kein Wasser oder Seifenlauge an die Linsen bringen – s. oben.

6. Finger im Auge

Ja, manchmal jucken die Augen oder man hat eine Wimper drin, aber für Kontaktlinsenträger ist Augenreiben tabu. Auch dabei können Schmutz und Bakterien ins Auge geraten und die Hornhaut schädigen. Augentropfen helfen gegen Juckreiz und trockene Augen und gehören bei jedem Kontaktlinsenträger ins Täschchen.
Übrigens: Das Ein- und Aussetzen der Kontaktlinsen sollten Sie nur mit gründlich gewaschenen Händen machen. Für unterwegs am besten noch ein antibakterielles Handwaschgel oder Desinfektionsmittel einstecken.

7. Das falsche Makeup

Hier nur die wichtigsten Faustregeln ganz kurz:
Die richtige Reihenfolge: Cremen – Haare stylen – Hände waschen – Linsen einsetzen – schminken. Und: Machen Sie einen Bogen um krümeliges Makeup und Puder-Lidschatten.
Mehr dazu finden Sie in unserem Blogartikel: Das richtige Make-up bei Kontaktlinsen

8. Kontaktlinsen länger als vorgesehen tragen

Die Versuchung ist da – aus Sparsamkeit trägt man die Linsen ein bißchen länger, und das sollten Sie auf keinen Fall tun.
Bitte halten Sie sich an die empfohlenen Tragezeiten, die auf der Linsenpackung angegeben sind. Das ist keine Geldmacherei der Hersteller. Auch die besten Pflegemittel bekommen nicht alle Rückstände abgelöst und Keime vernichtet. Weiche Linsen verkratzen, bekommen Risse, werden porös, Keime lagern sich an. Die Ablagerungen beeinträchtigen die Sauerstoffdurchlässigkeit der Linsen. Mit falscher Sparsamkeit riskieren Sie kurzfristig rote und gereizte Augen, Infektionen und langfristig eine Hornhautschädigung, eine schlechtere Sehleistung und bleibende Kontaktlinsen-Unverträglichkeit. Leider bemerkt man Schäden am Auge oft erst zu spät, weil die Kontaktlinse wie ein Verband auf dem Auge sitzt. Bleiben Entzündungen unentdeckt, können Sie bleibende Schäden verursachen. Dann ist es für immer vorbei mit dem Tragen von Kontaktlinsen.

Moderne formstabile Linsen kann man tatsächlich bis zu ein oder zwei Jahre tragen – die richtige Pflege vorausgesetzt. Weiche Kontaktlinsen müssen öfter getauscht werden.
Tageslinsen nutzen sich schneller ab als Monatslinsen. Wenn Sie sie länger als einen Tag tragen, ist das schlecht für die Sauerstoff-Versorgung und die Gesundheit Ihrer Augen.
Am Ende jeden Tages nehmen Sie Ihre Tageslinsen raus und werfen Sie weg. Das ist die einfachste und hygienischte Art, Kontaktlinsen zu tragen. Für Gelegenheitsträger auf jeden Fall die beste Lösung.

Monatslinsen können Sie einen Monat tragen, nicht an 30 Tagen verteilt auf 6 Monate. Nach Öffnung der Blisterpackung sind die Linsen einfach nur einen Monat haltbar, wie auf der Packung angegeben. Das gilt genauso für 14-Tages- oder Jahreslinsen. Am besten machen Sie sich einen Termin in Ihr Smartphone oder Ihren Familienkalender, dann klappt das auch mit dem Linsen-Tausch.

Noch Fragen? Sprechen Sie uns an, schreiben Sie uns an info@gronde.eu oder besuchen Sie unsere Kontaktlinsen-Spezialisten in unseren Filialen. Lesen Sie dazu auch unseren Blogartikel „Darf ich Kontaktlinsen auch nach dem Ablaufdatum tragen?“

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