Was ist UV-Strahlung und wie schädigt sie unsere Augen?

Was ist UV-Strahlung und wie schädigt sie unsere Augen?

Endlich wieder Sonne! Jeder freut sich, wenn die ersten Sonnenstrahlen hinter den Wolken wieder hervorkommen. Aber was ist mit dem UV-Schutz? Was hat es damit auf sich?

Neben positiven Effekten für den Körper und das Wohlbefinden, birgt die Sonnenstrahlung auch Gefahren für unsere Gesundheit. Die im Sonnenlicht enthaltene ultraviolette (UV-) Strahlung ist nicht nur für die Haut schädlich, sondern auch für das menschliche Auge. In diesem Artikel erfahren Sie, warum und wie Sie ihre Augen vor UV-Strahlung richtig schützen können.

Was ist UV-Strahlung?

Die Ultraviolettstrahlung, abgekürzt UV-Strahlung oder auch ultraviolettes Licht genannt, ist eine elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen, die kürzer als das sichtbare Licht sind. Die UV-Strahlung ist für das menschliche Auge unsichtbar und aus diesem Grund wird sie auch so oft unterschätzt.
Normalerweise absorbiert die Augenlinse UV-Strahlung komplett und schützt damit die Netzhaut vor Schäden und den Menschen vor der Erblindung.

Offensichtlich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Sehschärfe, der aber noch nicht völlig erforscht ist. Tiere, deren Augenlinsen weniger UV-Licht durchlassen, sehen schärfer und genauer.

Die Stärke der natürlichen UV-Strahlung hängt vom Breitengrad und dem Sonnenstand ab. Näher am Äquator oder in den Bergen ist die UV-Strahlung stärker, im Sommer ist sie stärker als im Winter. Außerdem reflektieren Schnee, Wasser und Sand die UV-Strahlung und verstärken sie dadurch. Betroffen davon sind in erster Linie unsere Haut und unsere Augen.

 

Quelle: Brillen-Sehhilfen.de | Universität Kiel

 

Je nach Wellenlänge dringt UV-Licht unterschiedlich in Auge und Haut ein:
UV-A-Licht ist die UV-Strahlung mit den längsten Wellen. Es schließt direkt an das gerade noch sichtbare violette Licht und dringt mit Wellen von 315 bis 400 Nanomenter tiefer ein als das kürzerwellige UV-B-Licht mit Wellenlängen von 280-215 Nanometer.

 

 

Wie schädigt UV-Strahlung die Augen?

UV-Strahlung hoher Intensität kann innerhalb von Stunden oder sogar von Minuten die vordersten Partien des Auges schädigen. Die Hornhaut ist die Schutzschicht unseres Auges. Wenn die Hornhaut Verbrennungen erleidet, wird es für das Auge sehr schmerzhaft. Man spricht von Photo-Keratitis (Hornhautentzündung) oder Photo-Konjunktivitis (Bindehautentzündung), wenn das Auge aufgrund von UV-Strahlung geschädigt wird.

Bogenschweißen ist eine häufige Ursache für Keratitis. Sogar bei einem kurzen, ungeschützten Blick kann es beim Schweißen zur Hornhautverbrennungen kommen, unter Schweißern ist das als „Verblitzen“ bekannt. Andere Ursachen sind Hochspannungsfunken, Höhensonnen oder auf großer Höhe vom Schnee reflektiertes Sonnenlicht. Denn pro 305 Höhenmeter über dem Meeresspiegel nimmt die UV-Strahlung um 4–6% zu. Zusätzlich reflektiert Schnee 85% des UV-Lichts. Bergsteiger fürchten die sogenannte „Schneeblindheit“. Außerdem kann die Netzhaut durch photochemische Reaktionen Schaden nehmen.

Wenn unsere Augen zu lange dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, riskieren wir dauerhafte Schäden an der Horn- und Netzhaut. Diese können als Spätfolgen auch erst nach Jahren spürbar werden. Eine langfristige Schädigung des Auges, die durch UV-Strahlung verursacht sein kann, ist z.B. der Graue Star.

 

Die Symptome bei Augenverbrennungen

In der Regel machen sich die Beschwerden innerhalb von 6 bis 12 Stunden nach der UV-Einstrahlung bemerkbar. Die äußersten Zellen der Hornhaut und der Bindehaut sind zerstört. Die typischen Symptome sind Kopfschmerzen, tränende, schmerzende, gerötete Augen „als hätte man Sand in den Augen“ und geschwollene Lider. Außerdem Photophobie (Überempfindlichkeit gegen Licht), ein Fremdkörpergefühl und eine Visusreduktion (Verminderung der Sehschärfe).
Ein Besuch beim Augenarzt ist dann unbedingt erforderlich. Die Behandlung besteht aus einer antibiotischen Salbe mit Augenverband. Da in Hornhaut und Bindehaut ständig neue Zellen nachgebildet werden, klingen die Beschwerden normalerweise innerhalb von zwei bis drei Tagen wieder ab.

 

Erfahren Sie im nächsten Artikel „Der richtige UV-Schutz für Ihre Augen“, wie Sie sich vor UV-Strahlung ausreichend schützen können.

 

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